AKKORDEONMEISTER: Standardbass & Converter mit & ohne Cassotto
AKKORDEONMEISTER: Standardbass & Converter mit & ohne Cassotto

Die Funktionsweise der Registermaschine

Abbildung4: Prinzipskizze RegistermaschineEine Registermaschine ist eine programmierbare mechanische Schaltung. Sie zeichnet sich dadurch aus, dass sie über eine gewisse Anzahl von zu verwaltenden Elementen (Chöre) verfügt und diese in vorher festgelegten (programmierten) Kombinationen abrufen kann.
Der Akkordeonist braucht also nur noch einen Registerdrücker (Diskant oder Bass) zu betätigen und ruft eine feste Kombination von Chören ab. Betätigt er einen anderen Registerdrücker, so wird dessen Programmierung (Chorkombination) abgerufen bzw. registriert. Jeder Registerdrücker repräsentiert also im Rahmen der durch die Berechnungsformel festgelegten Obergrenze eine eigene Klangfarbe (Kombination von Chören), wenn die Registermaschine entsprechend programmiert wurde.

Jedes Akkordeon ist so aufgebaut, dass mittels Tastendruck Ventilklappen geöffnet werden. Die Anzahl der Stimmzungen, die durch eine niedergedrückte Taste gleichzeitig mit Luft versorgt werden können und somit auch erklingen, gibt Auskunft über die Anzahl der Chöre.
Die von mir bevorzugte Bezeichnung der einzelnen Chöre kommt aus dem Orgelbau: hier werden Tonhöhen nach der für sie notwendigen Pfeifenlänge in Fußlagen eingeteilt.
Das Verdoppeln bzw. Halbieren einer Frequenz ist gleichbedeutend mit einer Tonhöhen-änderungen in Oktavintervallen. Es halbieren bzw. verdoppeln sich auch die zur Reproduktion der jeweiligen Tonhöhe (Frequenz) notwendigen Pfeifenlängen bzw. Fußlagen.
Die Schallgeschwindigkeit (c) ist das Produkt aus Frequenz und Wellenlänge (wir nehmen an, dass c=konst.), dann bewirkt eine Verdopplung der Wellenlänge die Halbierung der Frequenz, der Ton erklingt eine Oktave tiefer.
Will man die Frequenz verdoppeln, so muss die Wellenlänge (Pfeifenlänge) halbiert werden, der erklingende Ton ist eine Oktave höher. Dreh- und Angelpunkt ist beim Akkordeon der 8'-Chor (Grundreihe). Drückt man die a1- Taste, so erklingt auch der Ton a1.

Ein einchöriges Instrument hat genau eine Klangfarbe, theoretisch möglich ist jedoch eine weitere: kein Ton - also ein Chor abgeschaltet. Die Anzahl der Schaltmöglichkeiten berechnet sich also wie folgt: Die Anzahl der Schaltmöglichkeiten (2= Chor ein/Chor aus) ist die Basis, die Anzahl der Chöre der Exponent: z.B. Instrument mit 3 Chören: 2hoch3 = 8 theoretisch mögliche Klangfarben, die in folgendem Beispiel, bis auf die 1. Variante, alle einen eigenständigen Klangcharakter besitzen.

  1. alles aus
  2. 4'
  3. 8'
  4. 16'
  5. 4'+8'
  6. 4'+16'
  7. 8'+16'
  8. 4'+8'+16'

Bei einem Akkordeon mit 4 Chören verdoppelt sich logischerweise die Anzahl der möglichen Klangfarben auf 16 (2hoch4=16), abzüglich der Möglichkeit "alle abgeschaltet" bleiben 15.

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...auch kein Akkordeon
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